Apocalypse

Apocalypse: Kinder der Apokalypse

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Sul Sul!

Elena North hier.

Lasst mich euch die Geschichte meiner Nachkommen weitererzählen,

die in einer post-apokalyptischen Welt um’s Überleben kämpften.

Natürlich war es besonders hart für die Kinder, die in diese Katastrophensituation

hineingeboren wurden. Sie konnten nichts dafür.

Sie wuchsen in einer sehr anderen Umgebung auf als der,

die ich selbst als Kind gekannt hatte.

Wir versuchten, den Kindern in alten Märchen und durch das Puppenhaus

die Welt, wie sie früher einmal war, erinnerlich zu machen.

Doch in der ersten Zeit nach dem Disaster hatte man die meisten modernen

Erziehungsmethoden vergessen, sie waren nicht wichtig:

allein, seine Kinder zu füttern und vor Zombies zu beschützen,

war schon schwer genug.

Sie auch noch zu erziehen und zu verantwortlichen und manierlichen Zivilbürgern

zu machen, schien fast zu viel Aufgabe für ein Elternteil nach der Apokalypse.

Ihr erinnert euch bestimmt an meine Enkeltochter Marina, die Drillings-Burschen hatte.

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Christian, Marvin, und Enrico.

Von den ersten beiden haben wir schon gehört.

Nun lasst mich euch von Enrico erzählen.

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Als Kleinkind, war er meist ein schreiendes, stinkendes, ärgerliches kleines Monster…

… genau wie die anderen beiden.

Aber Marina und Akira liebten ihre kleinen Monster trotzdem von Herzen.

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Beide waren sie froh, als die Jungs zu Schulkindern heranwuchsen und endlich alle

die Nächte durch schliefen.

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Das Puppenhaus litt manchmal unter einem Tobsuchtsanfall,

wurde jedoch immer wieder von einem Erwachsenen wieder aufgebaut.

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Die Zeit verging wie im Flug und bevor wir es mitbekamen,

waren die Jungs Teenager.

Und wir werden es ewig bereuen, dass wir keine Fotos machten.

Enrico nahm einen Nachmittags-Job als Babysitter an.

Er passte in der Nachbarschaft auf die Babys auf

und beschützte die kleinen Kinder vor Zombies,

während die Eltern andere Dinge erledigten: kochten, putzten,

Haushaltspflichten erledigten,

oder einfach kurz ein Videospiel spielten oder etwas

gemeinsame Zeit mit ihren Liebsten verbrachten.

Enrico’s Talent mit den Kleinsten sprach sich rasch in der ganzen Nachbarschaft herum,

und bald erfüllte das Gerede über seine Babysitter-Fähigkeiten die ganze Stadt.

Seine liebevollen, aber disziplinierten Erziehungsmethoden

wurden bald von den Eltern aufgeschnappt und übernommen,

und sie wurden wieder fähig, die Kinder zu ermahnen

und in ihrem Wachsen zu begleiten…

sie zu kleinen Engeln (oder, wenn sie wollten, auch Teufeln) zu formen.

Und fast ohne dass wir ihre Teenagerjahre bemerkt hätten,

waren die Jungs junge Erwachsene.

Und Enrico verliebte sich in Victoria Winchester.

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Victoria zog bei uns ein.

Christian und Marvin verfolgten ihre „Missionen“ von

Videospielen und Getränkemixen,

währenddessen schlief Enrico Schläfchen um Schläfchen.

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Er hatte das Gefühl, als Babysitter schon früh seine „Mission“ in Glassbolt

erfüllt zu haben, hatte keine weiteren Ziele.

Er träumte nur von einer eigenen Familie.

Aber Victoria zögerte noch sehr.

Sie wusste, es gab keine Empfängnisverhütung,

und sie war besessen von dem brennenden Wunschziel,

sauberes Wasser und medizinische Versorgung für Glassbolt wieder sicherzustellen.

Dafür schrieb sie ihren Blog „SOS Glassbolt“.

Aber für eine sehr lange Zeit, klickte niemand Wichtiger darauf.

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Also, Enrico schlief. Und träumte von eigenen Kindern.

Seine Beziehung zu Victoria war tief und echt…

aber wieder und wieder sagte sie „warten wir noch mit techteln und Kindern“.

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Es war sehr schwer für Enrico. Nacht für Nacht neben seiner Traumfrau,

und sie nicht anrühren zu dürfen.

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Zumindest gewann er manchmal gegen sie im Schach.

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„Ich LIEBE dich ja. Aber wir müssen warten.

Kinder müssen immer wieder ordentlich gebadet werden, um glücklich zu sein…

wir BRAUCHEN medizinische Versorgung und frisches sauberes Wasser,

um Kinder aufzuziehen…“

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Schläfchen um Schläfchen neben seiner großen Liebe…

Aber dann…

Victoria’s Blog wurde angeklickt,

und ihr wichtigster Artikel wurde in den

sozialen Medien geteilt.

Er ging schnell viral.

Hilfsorganisationen sprangen zur Hilfe.

Rasch wurde das Wasserrohrsystem repariert,

und bald gab es wieder frisches, (fast) sauberes Wasser in Glassbolt.

Endlich konnten sie baden und duschen.

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Nach der ersten Dusche seines Lebens fühlte Enrico sich wie ein neuer Mann.

Und stellte Victoria die „wichtige Frage“.

Auf die sie natürlich „JA“ antwortete.

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Und sie war kurz nach ihrer Hochzeitsnacht schwanger.

06.07.17_22-26-08Aber all das wisst ihr ja schon?

Nun, lasst mich euch über diese Apoca-Kids erzählen.

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Victorias Schwangerschaft lief gut…

Enrico verschlief den Großteil davon, träumte von der Familie, die er bald haben würde.

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Victoria gebar einen gesunden Jungen.

Marco North.

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Baby Marco war der ganze Stolz

seiner Eltern…

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… besonders Enrico’s.

Und zu seiner größten Freude,

hatte Victoria kurz darauf eine weitere frohe Kunde.

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Sie würden noch ein Baby bekommen!

Bald rundete sich Victorias Bauch erneut.

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Inzwischen war Marco ein süßes Kleinkind…

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… der alle Mutterliebe bekam, die er nur bekommen konnte.

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„Schlaf gut, mein Schatz! Träum von deinen Traktoren!“

Victoria’s zweites Kind war eine süße Tochter,

die sie Eva nannten.

Bald war sie auch ein Kleinkind.

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Natürlich, sie wuchsen in einem Bunker auf, in einer zerstörten Welt,

aber sie hatten trotzdem eine Kindheit voller Liebe und Spielzeit.

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Sie wuchsen heran zu Schulkindern…

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Marco und Eva genossen, was die Generationen vor ihnen erreicht hatten…

frisches, fließendes Wasser… leckeres Essen…

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Sowie jeder älter wurde, wurde Enrico alt und grau…

Victoria liebte es, am Ende eines Tages sich mit einem leckeren Cocktail zu belohnen.

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Victoria wurde auch grau…

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Marco und Eva wurden Teenager und dann junge Erwachsene…

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Enrico starb schließlich am hohen Alter.

Victoria war sehr langlebig und lebte sogar so lange,

um ihre Enkelkinder noch aufwachsen zu sehen…

aber das ist eine andere Geschichte.

Puuuuh, das war jetzt viel zu erzählen.

Ich brauche eine Pause und etwas Erholung in der Natur.

Ich bin bald zurück und erzähle weiter.

Bis dann verbleibe ich,

herzlichst, eure

Elena North

 

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